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Abstand zwischen 1., 2. und 3. Impfung

Impfungen regen das Immunsystem dazu an, Antikörper und Gedächtniszellen gegen einen bestimmten Erreger zu bilden. Eine 2. Impfung kann diesen Effekt um ein Vielfaches steigern, und eine 3. Impfung optimiert und verlängert den Impfschutz.

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Impfungen trainieren das Immunsystem.1 Die Injektion eines COVID-19-mRNA-Impfstoffs regt die Bildung von Antikörpern gegen das Spike-Protein von SARS-CoV-2 an. Das Spike-Protein ist dafür verantwortlich, dass SARS-CoV-2 in die Körperzellen eindringt und diese infizieren kann.2 Die Antikörper binden an das Spike-Protein und verhindern, dass das Virus in die Zelle gelangt.3

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Neben den Antikörpern produziert das Immunsystem Gedächtniszellen. Sie verbleiben über einen längeren Zeitraum im Körper und bilden das immunologische Gedächtnis. Bei einem Kontakt mit dem Virus reagieren diese Zellen schnell und regen unter anderem die Produktion weiterer Antikörper an.1,4

Für eine Grundimmunisierung sind 2 Impfungen erforderlich

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Die 1. Impfung gegen COVID-19 löst sofort eine Immunantwort aus. Innerhalb von 10 bis 14 Tagen bildet das Immunsystem spezifische Antikörper sowie entsprechende Immunzellen gegen das Spike-Protein des Virus.5 Jeder Körper reagiert hierbei individuell. Deshalb variieren auch der Zeitraum und die Anzahl der Antikörper, die produziert werden.

Durch die 2. Dosis eines mRNA-Impfstoffs werden die bereits gebildeten Gedächtniszellen aktiviert. Diese erkennen das Spike-Protein und regen die Bildung von neuen Antikörpern an. Ihre Anzahl kann auf das 10- bis 20-Fache ansteigen und so zum bestmöglichen Impfschutz beitragen.6 Die 2. Impfung ist entscheidend, um Infektionen zu reduzieren, schweren Krankheitsverläufen vorzubeugen und die Immunität zu verlängern.7 Der Abstand zwischen 1. und 2. Impfung kann je nach Impfstoffklasse variieren.

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Nach der Grundimmunisierung bleibt der Schutz vor schweren COVID-19-Verläufen länger bestehen. Der Schutz vor Infektionen mit SARS-CoV-2 und COVID-19-Erkrankungen nimmt im Laufe der Zeit allerdings ab.9 Zur Optimierung des Immunschutzes kann daher später auch eine 3. Dosis eines mRNA-Impfstoffs verabreicht werden. Studiendaten zeigen, dass sich dadurch die Zahl der Antikörper erhöhen lässt.10

STIKO empfiehlt 3. Dosis für alle Personen ab 18 Jahren

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Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt allen Personen ab 18 Jahren eine Auffrischimpfung gegen COVID-19 nach 3 Monaten.11 Speziell für schwer immundefiziente Personen gilt darüber hinaus die Empfehlung, die Grundimmunisierung bereits 4 Wochen nach der 2. Impfung durch eine 3. Dosis zu optimieren.

Quellen

1 Murphy K, Weaver C, Janeway’s Immunobiology. 9. Auflage. Garland Science; 2017. ISBN: 978-0-8153-4505-3
2 Hoffmann M et al. Cell 2020; 181(2): 271-280. DOI: 10.1016/j.cell.202002.052
3 Dispinseri S et al. Nat Commun 2021; 12, 2670. DOI: 10.1038/s41467-021-22958-8
4 Goel RR et al. Science 2021. DOI: 10.1126/science.abm0829
5 Kalimuddin S et al. Med (NY) 2021; 2 (6): 682-688.e4. DOI: 10.1016/j.medj.2021.04.003
6 Sahin U et al. Nature 2021; 595, 572–577. DOI: 10.1038/s41586-021-03653-6
7 Thomas SJ et al. N Engl J Med 2021. DOI: 10.1056/NEJMoa2110345
8 COVID-19 und Impfen: Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ). Robert Koch-Institut. (Stand: 09.09.2021)
9 Feikin DR et al. 2021. Duration of effectiveness of vaccines against SARS-CoV-2 infection and COVID-19 disease: Results of a systematic review and meta-regression. Preprint
10 EMA recommendations on extra doses and boosters. European Medicines Agency. (Stand: 04.10.2021)
11 Epidemiologisches Bulletin 02/2022. Robert Koch-Institut; 13.01.2022

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